Composite- dualhärtend, -stumpfaufbau

In der Füllungstherapie kommen sogenannte Komposite (engl. composites) zum Einsatz. Die plastischen Füllungsmaterialien in Zahnfarben werden schon seit den 1960er Jahren verwendet. Im Volksmund heißen sie einfach “Kunststofffüllungen”, manchmal werden sie auch mit Keramikfüllungen verwechselt. Zwar können Komposite selbst als Füllung dienen. Sie eignen sich jedoch ebenso gut zur Befestigung von Zahnersatz wie Wurzelstiften, Kronen oder Keramikrestaurationen (Inlays) oder Veneers - daher die Bezeichnung Befestigungskomposit (oder: Befestigungscomposites).

Omnident hat ein eigenes Befestigungskomposit im Programm: Omnicem SE ist ein universell einsetzbares, dualhärtendes und selbstadhäsives Composite. Das heißt, dass keine weiteren Haftvermittler oder Konditionierungsmittel erforderlich sind, um indirekte Restaurationen zu befestigen. Geeignet ist Omnicem SE zur Befestigung verschiedener Materialien (andere Composite, Metall, Keramik, Zirkoniumdioxid). Die Anwendung erfolgt mit handelsüblichen Haftsilanen.

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Woraus bestehen Composites?

Composites bestehen aus einem mit Füllstoffen verstärkten Kunststoff auf Acrylbasis. Die Füllstoffe können sehr unterschiedlich sein. Üblicherweise kommen in dem Hightech-Verbundwerkstoff kleinste Partikel von Keramik, Quarz und Glas zur Anwendung. Diese Materialien machen etwa 80 % des Komposits aus. Die übrigen 20 % bestehen aus dem hochwertigen Kunststoff.

Die heute übliche reine Befestigungscomposites ist eine Weiterentwicklung der früheren konventionellen Befestigungszemente (Beispiel: Harvard-Zement). Diesen wurde zunächst ein Anteil Composite zugemischt, der - aufgrund seiner positiven Eigenschaften und Wirkungen - immer größer wurde. Als die beste Variante stellten sich jedoch die reinen Befestigungscomposites heraus. Bei ihrer Anbringung kommen die üblichen Instrumente zum Einsatz, die auch für andere Abformmaterialien verwendet werden. Die adhäsive Befestigung hat noch einen weiteren Vorteil: eine reduzierte Mikroleakage. Das Risiko, dass zwischen dem Füllungsmaterial und dem natürlichen Zahn feine Mikrospalten entstehen, durch die Bakterien unter die Füllung oder in den Wurzelkanal gelangen können, ist hier niedriger als bei anderen Verfahren.

Worin unterscheiden sich verschiedene Befestigungscomposites?

Befestigungscomposites unterscheiden sich unter anderem darin, wie sie sich abbinden lassen. Sie sind

  • selbsthärtend,
  • lichthärtend oder
  • dualhärtend (= lichthärtend + chemisch härtend)

Dualhärtende Befestigungscomposites vereinen die Vorteile von lichthärtenden und chemisch härtenden Composites in einem einzigen Material. Sie eignen sich vor allem zur Anwendung bei Keramik-Inlays, Teil- oder Vollkronen, die relativ lichtundurchlässig sind. Je nach Abbindemöglichkeit und Anwendung kommen unterschiedliche Instrumente zum Einsatz.

Außerdem können sie unterschiedliche Systeme nutzen:

  • Total-Etch-Systeme
  • selbstätzende Primer-Systeme
  • selbstadhäsive Systeme

Als besonders effektiv haben sich selbstadhäsive, dualhärtende Befestigungscomposites erwiesen. Dualhärtende Composites überzeugen durch ihre Haftwerte und ihre Stabilität. Außerdem haben selbstadhäsive Systeme den Vorteil, dass sie die Arbeit des Zahnarztes vereinfachen und nicht mehr so viel Zeit beanspruchen, da weniger Arbeitsschritte und Instrumenteerforderlich sind: Diese Befestigungscomposites besitzen selbstätzende und/oder selbstadhäsive Komponenten, welche die Zahnoberflächen anätzen oder an sich binden. Eine vorherige Konditionierung der Oberfläche mit einem separaten Adhäsiv ist nicht mehr erforderlich.

Wie lange halten Composites?

Die Lebensdauer moderner Kompositfüllungen ist mit der von Amalgam-Füllungen vergleichbar und liegt bei etwa 10-20 Jahren. Insbesondere an den Kauflächen sind Füllungen großen Druck- und Zugkräften ausgesetzt. Die Beschaffenheit der einzelnen Partikel und deren spezielle Zusammensetzung in einer Kompositfüllung sorgen dafür, dass die Füllung nicht nur provisorisch hält, sondern diesen Kräften über einen langen Zeitraum hinweg gut standhalten kann. Voraussetzung hierfür ist eine sorgfältige und fehlerfreie Anwendung, bei der die richtigen Instrumente zum Einsatz kommen. Es gibt auch Befestigungscomposites, die für den provisorisch eingesetzten Zahnersatz geeignet sind. Diese tragen meist den Hinweis “zur temporären Befestigung” oder die Bezeichnung “provisorisch”.

Sind Composites für Allergiker geeignet?

Kompositfüllungen können Unverträglichkeitsreaktionen hervorrufen. Jedoch sind eher die Zahnärzte und Sie als zahnmedizinisches Personal einem Risiko für allergische Reaktionen ausgesetzt. Diese können sich in leichten bis mittelschweren Hautreaktionen oder schweren Kontaktekzemen äußern. Im schlimmsten (aber äußerst seltenen) Fall kann die Tätigkeit aufgrund der allergischen Reaktion nicht mehr ausgeübt werden. Multi-allergische Personen sollten sich deshalb vorab einem Allergietest unterziehen.

Für den Patienten ist die Allergisierungsgefahr durch Befestigungscomposites oder Abformmaterialien sehr gering. Der Nutzen einer provisorisch oder langfristigen Kompositfüllung bei einem kariösen Zahn und dessen Rettung wiegt deutlich höher als das minimale Unverträglichkeitsrisiko.


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